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Mit einem Planungswettbewerb startet die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers in Kölns Innenstadt
In der Kölner Innenstadt liegen – architektonisch betrachtet – Wohl und Wehe nah beieinander. Mit Dom und Gürzenich, aber auch zeitgenössischen Gebäuden wie dem noblen Kubus des Wallraf-Richartz-Museums von Oswald Mathias Ungers, kann sich die Stadt weltweit sehen lassen, mit allerlei Nachkriegsbauten und städtebaulichem Stückwerk weniger. Deshalb kommt auf die acht Architektur- und Planungsbüros, die sich an dem jüngst ausgelobten Wettbewerb für ein neues Gewerbe- und Büroensemble in der Innenstadt beteiligen, eine Aufgabe zu, die viel Fingerspitzengefühl erfordert: Das neu zu bebauende Quartier liegt an der sogenannten „Via Culturalis“, einer Kulturmeile, die Kölns berühmteste Bauwerke wie an einer Perlenschnur aufreiht – vom Dom im Norden bis zur romanischen Kirche St. Maria im Kapitol im Süden. Die eigens gegründete Entwicklungsgesellschaft Gürzenich-Quartier mbH & Co. KG richtet den Wettbewerb aus und erwartet bis Ende März hochkarätige Entwürfe, die eine angemessene Architektursprache zu vereinen wissen mit Nutzungsflexibilität, maximaler Grundstücksausnutzung und Nachhaltigkeit im Energieverbrauch.
Das Quartier, um das es geht, liegt zentral in der Kölner Innenstadt; zwischen Augustinerstraße, Kleiner Sandkaul, Gürzenichstraße und Martinstraße. Derzeit besteht es aus wenig attraktiver, drei- bis fünfgeschossiger Blockrandbebauung aus der Nachkriegszeit. Die von den Kölner Unternehmen PARETO – dem Projektentwickler der Kreissparkasse Köln – und dem ebenfalls aus Köln stammenden Projektentwickler Metropol-Immobiliengruppe gegründete Entwicklungsgesellschaft Gürzenich-Quartier konnte das Areal von privaten Grundstückseigentümern übernehmen.
Von den Planern erwartet das Unternehmen auf der rund 2.500 Quadratmeter großen Grundstücksfläche eine Mindestausnutzung von 15.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Im Erdgeschoss sollen Verkaufsflächen für Ladenlokale mit ebenerdiger Anbindung an die Lauflagen vor allem der Gürzenichstraße (östliche Verlängerung von Kölns "Einkaufsmeile", der Schildergasse) entstehen. Für das erste Obergeschoss sind Büronutzung, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Einzelhandel in Ergänzung und Anbindung ans Erdgeschoss vorgesehen, ab dem zweiten Obergeschoss Büronutzung. Die Gestaltung muss dabei auf die historische sowie städtebauliche Umgebung Rücksicht nehmen.
Dieser spannenden Aufgabe stellen sich auf Einladung der Entwicklungsgesellschaft Gürzenich-Quartier folgende acht Planungsbüros: Allmann Sattler Wappner (München), ASTOC GmbH & Co. KG (Köln), Axthelm Architekten (Berlin), Kadawittfeld Architekten (Aachen), Kaspar Kraemer Architekten (Köln), MSM Meyer Schmitz-Morkramer (Köln/Darmstadt), Van den Valentyn Architekten (Köln) und Wilkin & Hanrath (Köln).
