Fort­währen­der Aus­hand­lungs­pro­zess zwischen Ziel­kon­flik­ten – Nach­hal­tig­keit bei Metropol

 

Mit einer Fläche von 404,89 Quadratkilometern und 1,088 Millionen Einwohnern gehört Köln zu den Big 8. In der Domstadt wie in anderen Metropolregionen schlagen sich sozio-ökonomische Herausforderungen in Problemlagen sozialer Nachhaltigkeit nieder. Diese verschiedenen Herausforderungen werden von der Metropol Immobiliengruppe wahrgenommen. Unter den rechtlich möglichen Rahmenbedingungen verfolgt das Unternehmen Maßnahmen, diesen Herausforderungen durch eine stetige Verbesserung und Innovation, auch im Thema Nachhaltigkeit, zu begegnen.

Trotz geringfügig höherem Wegzug als Zuzug verharrt Köln in deutlicher Diskrepanz zwischen Wohnraumangebot und -nachfrage, die durch geringen Fertigstellungsgrad von 19 Mieteinheiten pro 10.000 Einwohnern und Jahr akzentuiert wird. Mangel an Grundstücken, hohe Baupreise und Überlastung von Planungs- und Bauämtern begrenzen den Spielraum für neue Projektentwicklungen. Nachfrageüberhang und geringe Neubauvolumina führen zu entsprechenden Mietpreisentwicklungen und münden darin, dass in Köln über 30 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens für Mietzahlungen aufgewendet werden müssen; eine von Sozialwissenschaftlern und Immobilienexperten als problematisch eingestufte Entwicklung.

Zudem tragen steigende Energiekosten infolge CO2-Bepreisung, Lieferengpässen (Russland) und Post-Corona Nachholeffekten zur Belastung bei. Neben sozio-ökonomischen Aspekten sieht die Metropol Immobiliengruppe sich durch zunehmende klimapolitische Regulatoren herausgefordert - auf EU-Ebene durch Weichenstellungen der neuen Bundesregierung sowie bau- und energierechtliche Vorgaben der Stadt Köln. So wird beispielsweise gefordert die Umweltwirkungen der Wirtschaftsaktivität nach EU-Taxonomie zu prüfen, technische Varianten (bspw. Photovoltaik) entsprechend Ampel-Koalition zu evaluieren und die Energiebilanz unserer Bauvorhaben entsprechend Klimaleitlinien der Stadt Köln auf KfW40 zu nivellieren (vgl. Stadt Köln, 2021a).

Infolge der Doppelrolle als Bauherr und Bestandshalter tritt die Metropol Immobiliengruppe an, diese und zahlreiche weitere bau- und energierechtlichen Vorgaben aktiv zur Minderung sowohl des ökologischen Fußabdrucks als auch der wirtschaftlichen Belastung der Mieter und Kunden zu nutzen. Marktkenntnis, Nutzung des gesetzlichen Regelwerks sowie Schaffung von Transparenz über die sozialen und ökologischen Auswirkungen unserer Entscheidungen fließen in das tägliche Handeln ein. CO2 dient dabei als zentrales Element zur Reduktion ökologischer und sozialer Belastung.

Erforderliche Daten werden in den jeweiligen Fachabteilungen erhoben, mithilfe des Nachhaltigkeitsmanagements bewertet und anschließend in Maßnahmenpaketen gebündelt. Dabei folgt die Metropol Immobiliengruppe einer inkrementellen Strategie: Wir verstehen unter Nachhaltigkeit einen fortwährenden Aushandlungsprozess zwischen Zielkonflikten. Der Einsatz von Ressourcen – Zeit und Geld – wird mithilfe nachhaltiger Lösungssuche neu austariert und zum Ausgleich von Interessen herangezogen.

Beschriebene Pragmatik zur Beilegung von Zielkonflikten flankiert das Handeln der Metropol Immobiliengruppe zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 in allen drei Unternehmensbereichen: Bestand, Projektentwicklung und Eigenbetrieb.

  1. Im Eigenbetrieb der Metropol Immobiliengruppe werden verschiedene Bereiche in den Fokus gestellt. Das ist zum einen die Kultur und die damit einhergehenden Werte der Metropol Immobiliengruppe, aber auch die Kommunikation, welche Transparenz ermöglichen soll und die Integration, welche durch das Problem des bezahlbaren Wohnraums charakterisiert wird.
  2. Im Bereich des Bestandes verfolgt die Metropol Immobiliengruppe mit hohem Engagement den Austausch zwischen Mietern und Nutzern und verfolgt einen Dekarbonisierungspfad um die Klimaneutralität zu erreichen. Hier werden die Maßnahmen durch eine voranschreitende Digitalisierung unterstützt.
  3. Bei den Neubauprojekten achtet das Unternehmen auf einen geringen Ressourcenverbrauch und einen Aufbau nachhaltiger Lieferketten. Dabei wird die Wirkung auf das natürliche und städtische Umfeld bewusst kontrolliert um sowohl mit dem sozialen als auch dem ökologischen Umfeld möglichst umsichtig umzugehen.

In allen Bereichen werden verschiedene operative Maßnahmen zur Zielerreichung umgesetzt. Konkret heißt das, für Gebäude im Bestand werden Schritt-für-Schritt individuelle Sanierungsfahrpläne angefertigt und durchgeführt und der Allgemeinstrom wird als Ökostrom bezogen. Für Neubauprojekte wird ein Metropol-Nachhaltigkeitsstandard verankert und es werden Materialpässe erstellt, die eine Zirkularität ermöglichen sollen. Im Eigenbetrieb der Metropol Immobiliengruppe wird ein Energie-Audit durchgeführt und ein Energie-, Umwelt- und Ressourcenmanagement eingeführt.

Diese Maßnahmen stellen nur einen Bruchteil aller Maßnahmen dar, verfolgen jedoch wie alle Maßnahmen das Ziel der Klimaneutralität.

Neugierig geworden? Die Nachhaltigkeitsstrategie der Metropol Immobiliengruppe haben wir für Sie zusammengefasst: ► Jetzt hier nachlesen

 

Quellen:

1 Hans Böckler Stiftung (2021). Miete: Fast die Hälfte der Haushalte in deutschen Großstädten tragen eine prekär hohe Belastung – mehr als 1,5 Millionen leistbare und angemessene Wohnungen fehlen.

2 JLL (2022). Wohnungsmarkt Köln.

3 Kampmeyer (2021). Immobilienmarktbericht Köln.

4 Mieterbund (o.J.). Heizspiegel 2021.

5 SPD, Bündnis90/Die Grünen & FDP (2021). Koalitionsvertrag. Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

6 Stadt Köln (2021a). Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln.

7 Stadt Köln (2021b). Merkblatt Klimaschutzleitlinien Stadt Köln zu: Nichtwohngebäuden.

8 ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. (2021). Positionierung des ZIA zu einer möglichen Begrenzung der Umlagefähigkeit der CO2-Bepreisung.

 

Autorin: Nina Schmidbauer, Werkstudentin Nachhaltigkeitsmanagement bei der Metropol Immobiliengruppe

ÜBER METROPOL

Metropol plant, baut und verwaltet Immobilien mit nachhaltiger Perspektive. Als Bestandshalter übernehmen wir für unsere Projekte dauerhaft Verantwortung. Wir kennen die Chancen und Möglichkeit in unserer Heimatstadt Köln und den Nachbarregionen – für Büro-, Handels- und Wohnimmobilien.

Metropol schafft digitale Strukturen und Prozesse für Projektentwicklung, Vermietung und Verwaltung. Alles konsequent am Mieter orientiert. Dabei gehen wir verantwortungsvoll mit Ressourcen und Menschen um. Persönliche Motivation und Identifikation mit den Aufgaben prägen das Unternehmen. Unsere Werte und langjährige Partnerschaften machen Metropol damit zu einem attraktiven Arbeitgeber und Vermieter.

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