Das Metropol-­Interview #4: Asset-­Managerin und Be­stands­ex­per­tin Laura Dorn über Gestal­tungs­räu­me, Team­geist und coole Lö­sun­gen

 

„Bestand ist spannender“, sagt Laura Dorn, „jeder Bestand ist besser.“ Gesteigerte Begeisterung – ganz zwanglos, sehr entschlossen. Seit zwei Jahren gehört die Asset-Managerin zum Kölner Metropol-Team und ist seither spezialisiert auf Bauen im Bestand: „Bestandshaltung ist Wertschöpfung und Wertschöpfung ist nachhaltig“, kommt Dorn zur Sache und trifft damit die Unternehmensphilosophie im Kern: Bestandshaltung, das heißt Mehrwerte schaffen, soziale Verantwortung zu übernehmen. „Klingt pathetisch – ist aber so“, zögert die 33-Jährige noch kurz und fährt dann mit Nachdruck fort: „Ich habe die Vision, etwas für Generationen zu erhalten.“ Ein Gespräch über Gestaltungsräume, Teamgeist und coole Lösungen.

 

Klingt paradox: Bestandsimmobilien bieten eine größere Vielfalt als neue Projekte?

Aus Asset Management-Sicht unbedingt! Bestand bedeutet für mich die größere Vielfalt, die breitere Plattform für Gestaltung. Bei einem Neubau ist alles gesetzt, alles definiert. Bestand fordert heraus, macht kreativ, flexibel. Jeder Bestand ist besser!

 

Das klingt sehr überzeugt und grundsätzlich …

… das ist meine Erfahrung. Metropol kann beides – Neubau und Bestand. Aber Bestand ist im Wesen Wertschöpfung und Wertschöpfung bedeutet Nachhaltigkeit. Man kann an jeder Immobilie etwas machen – von ganz wenig bis ganz viel. Kein Projekt ist wie das andere, es gibt keine pauschalen Lösungen. Unsere Grundregel lautet: Antizipieren und das Optimale rausholen! Immer geht es um die Frage: Wie können wir Objekte und Areale so gestalten, dass sie einen Mehrwert liefern? Wir suchen immer nach der bestmöglichen Lösung – einvernehmlich mit dem Quartier und den Menschen und der Politik.

 

Wie oft findest Du die beste aller Möglichkeiten und wann kommst Du um Kompromisse nicht umhin?

Jede Immobilie hat eine Geschichte und die versuchen wir zu erzählen und fortzusetzen. Manchmal bedeutet das Entkernen, ein anderes Mal diskutieren wir, ob wir ein Treppengeländer restaurieren … Wir müssen sehr flexibel sein, Bestand ist ein dynamisches Feld. Von der Inventur und Analyse bis zur Umsetzung ist es immer ein Weg, den wir als Team gemeinsam gehen. Gerade unsere unterschiedlichen Herangehens- und Sichtweisen helfen uns, zu einer Lösung zu gelangen. Wir versammeln hier verschiedenste Disziplinen unter einem Dach – das ist unsere spezielle Stärke: Wir betrachten uns gegenseitig als Sparringspartner und sehen ein Objekt im selben Moment in seinen unterschiedlichsten Facetten. Daraus hat sich bislang jedenfalls immer ein gemeinsames Bild ergeben.

 

Die Voraussetzung ist also ein interdisziplinäres Team – welche Kompetenzen bündelt Ihr unter Ihrem Dach?

Alle! Wir bilden bei uns die gesamte Wertschöpfungskette ab, d.h. vom Ankauf über die Verwaltung, Management bis zur Projektentwicklung – ergänzt und erweitert durch die Fachteams Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

 

Bauen im Bestand ist nicht mehr zu trennen von Stadtentwicklung – wächst seine Bedeutung zukünftig noch weiter?

Nehmen wir das Beispiel Köln: Es sind kaum mehr Flächen da, Grundstücke fehlen. Bauen an sich wird immer komplexer und teurer. Es geht nicht mehr um Neubau oder Bestand – wir haben gar keine Wahl, stoßen überall an unsere Grenzen. Es muss um Bestandserhaltung gehen, um Nachverdichtung, um Aufhebung etwa von Nutzungsbeschränkungen. Hier kommen natürlich Städte und Kommunen schnell ins Spiel: je größer deren Flexibilität und je besser die Zusammenarbeit zwischen Immobilienentwicklern und Städten ist, umso größer das Potenzial – gemeinsam lassen sich ausgezeichnete Konzepte entwickeln und realisieren. Was Köln betrifft: Da geht es nicht um einzelne Objekte, da stünden ganze Veedel auf meiner Todo- bzw. Wunschliste … es kribbelt buchstäblich in meinen Fingern, Zollstock etwa.

 

Zum Thema Nachhaltigkeit: Wertschöpfung einerseits, aber wie steht es um Energieverbrauch oder Digitalisierbarkeit? Stößt Bestand da nicht schnell an Grenzen?

Das sind in jedem Fall Herausforderungen. Die Sanierung der Heizungsanlage ist simpel, Digitalisierung dagegen ist komplex. Wir gehen das an. Bestes Beispiel ist die Metropol-App, die wir schrittweise bis Ende 2022 allen unseren Mietern zur Verfügung stellen wollen. Wir sind ganz klar in der ESG-Thematik vernetzt, Digitalisierung wird zwangsläufig integraler Bestandteil einer jeden Lösung sein. Ob Stadtentwicklung oder Stadtgesellschaft, Digitalisierung ist ein Querschnittsthema, intelligente Städte, E-Mobilität – dafür braucht es digitale Quartiere, d.h. digitale Immobilien – das gilt auch für den Bestand. Im Neubau ist Digitalisierung bei uns bereits Standard, im Bestand arbeiten wir an cleveren Lösungen, um unseren Mietern einen Mehrwert zu bieten. Sei es Smart Metering für einen transparenten Energieverbrauch oder die digitale Klingelanlage, die sich auch von unterwegs steuern lässt.

Insgesamt: Metropol hat sich hinsichtlich Digitalisierung früh positioniert und ist heute sehr gut aufgestellt. Unsere Verantwortung als Bestandshalter umfasst – unserem Verständnis nach – von Haus aus eine  nachhaltige und sozial verträgliche Immobilienentwicklung.

 

… und auch bereit, dort zu investieren, wo andere Lösungen rentabler wären?

Natürlich gibt es auch eine Zwangsläufigkeit des Marktes und natürlich wägen wir sehr gründlich ab und müssen unsere Projekte rentabel sein. Aber wir sind eben kein Durchlauferhitzer, wir wollen langfristige, zukunftsfähige Lösungen und um die zu erlangen, sind wir bereit, Extrameilen zu gehen – wir wissen, das führt uns zum Ziel: Wir engagieren uns schließlich immer auch für den eigenen Bestand, betrachten Objekte langfristig. Das wird auch wahrgenommen von der Öffentlichkeit, unser Engagement resultiert nicht zuletzt in mehr Teilhabe und Engagement der Mieter, Bürger, Nachbarn, der Stadt oder Kommune.

 

Was treibt Dich persönlich an?

Vorstellungskraft und der Wunsch, Immobilien aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken, sie fit zu machen, zukunftsfähig, dass sie langfristig gut ins Stadtbild passen. Klar, gibt es auch genügend Frustrationspotenzial – beim Bauen im Bestand gibt es immer Überraschungen; nicht zuletzt, wenn Bauanträge oder Nutzungsänderungen sich verzögern und alles auf den Kopf stellen. Aber ich habe Vertrauen, dass es gut wird, und wir coole Lösungen finden – dafür stehen unsere bisherigen Projekte.

Welche Lösung war bislang die coolste aus ihrer Sicht?

Coole Lösungen sind aus meiner Sicht z.B. das Magnus 31: Ein ehemaliges altes Parkhaus in der City, das wir aufgestockt und mit dem wir so wirklich unglaublichen Wohnraum geschaffen haben, wo es keiner vermutet. Auch die Cäcilienstraße 30, ein altes Technikgebäude der Telekom und heute ein anspruchsvolles Bürogebäude im Herzen der Stadt – ebenfalls aufgestockt, Balkone angesetzt – mit einem elegant integrierten Parkdeck im Hof – wie unter einem wolkenartigen Dach versteckt, das wiederum als Erholungsfläche dient.

 

Wenn Du einen Wunsch frei hättest, dann würde der jetzt lauten …?

Aktuell ganz klar: Wir brauchen weitere Teamverstärkung! Wir suchen engagierte Menschen, die das Gespräch und den Austausch schätzen, die unsere Ziele und Visionen teilen und proaktiv handeln. Die vom Vertrag bis zum Treppengeländer alles auf den Prüfstand stellen, die gemeinsam im Team nach Lösungen suchen, kurz: Wir suchen Menschen, die  gemeinsam mit uns die Stadt verbessern!

ÜBER METROPOL

Metropol plant, baut und verwaltet Immobilien mit nachhaltiger Perspektive. Als Bestandshalter übernehmen wir für unsere Projekte dauerhaft Verantwortung. Wir kennen die Chancen und Möglichkeit in unserer Heimatstadt Köln und den Nachbarregionen – für Büro-, Handels- und Wohnimmobilien.

Metropol schafft digitale Strukturen und Prozesse für Projektentwicklung, Vermietung und Verwaltung. Alles konsequent am Mieter orientiert. Dabei gehen wir verantwortungsvoll mit Ressourcen und Menschen um. Persönliche Motivation und Identifikation mit den Aufgaben prägen das Unternehmen. Unsere Werte und langjährige Partnerschaften machen Metropol damit zu einem attraktiven Arbeitgeber und Vermieter.

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PRESSE­KONTAKT

Dr. Petra Zahrt
Zahrts Media Public Relations
Mobil: 0172 - 94 54 753
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